Ohne Resilienz kein Wandel

Noreen Huni, Gründerin und CEO der Non-Profit-Organisation REPSSI (Regional Psychosocial Support Initiative), engagiert sich für das mentale und psychosoziale Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen im südlichen Afrika und in Ostafrika. So setzt sich die Organisation dafür ein, dass psychosoziale Betreuung standardmässig in Angebote und Programme für Kinder und Jugendliche integriert wird. Möglich wird das durch die Zusammenarbeit mit Partnern aus Zivilgesellschaft und Regierung.

REPSSI engagiert sich für das mentale und psychosoziale Wohlergehen von Kindern und Jugendlichen, um ihnen ein glückliches, zuversichtliches und würdevolles Leben zu ermöglichen.

In Regionen, die mit Armut, Krankheit und Gewalt zu kämpfen haben, konzentriert man sich häufig auf materielle und physische Bedürfnisse statt auf psychosoziale Betreuung. Dabei ist diese wesentlich dafür verantwortlich, dass Kinder und Jugendliche resilienter werden und ihr volles Potenzial erreichen können. Aktuell richtet sich das Angebot von REPSSI an Jugendliche und junge Erwachsene in Gebieten mit hoher HIV/Aids-Rate. Doch da die frühkindliche Entwicklung (Early Childhood Development / ECD) das Fundament für zukünftige soziale und schulische Leistungen darstellt, setzt sich die Organisation dafür ein, die psychosoziale Betreuung standardmässig in ECD-Angebote zu integrieren. REPSSI ist mit Niederlassungen in Südafrika, Mosambik, Tansania, Sambia und Simbabwe tätig und darüber hinaus in acht weiteren Ländern aktiv.

Noreen Huni, Gründerin und CEO von REPSSI, erhält einen von zehn Klaus J. Jacobs Awards 2018 für soziale Innovation und gesellschaftliches Engagement. Mit dem Preisgeld – 100’000 CHF – will Noreen Huni evidenzbasierte Lobbyarbeit für die frühkindliche Entwicklung leisten und die ECD-Kapazitäten in zwei Ländern, in denen REPSSI derzeit tätig ist, stärken.

Noreen Huni, Gründerin und CEO von REPSSI.

«Kinder sind das Herz jeder künftigen Gesellschaft»

 

 

 

REPSSI engagiert sich auf drei Ebenen, um Wandel herbeizuführen und in allen Programmen psychosoziale Betreuung anzubieten: Lobbyarbeit auf internationaler, nationaler und regionaler Ebene, damit Regierungen handeln und psychosoziale Betreuung in soziale Dienstleistungen und Bildungspläne integrieren; Generierung von Erkenntnissen und Wissen über die Relevanz von psychosozialer Betreuung; Interventionen wie das Teachers Diploma in Psychosocial Care, Support and Protection. Dieses Weiterbildungsprogramm für Lehrer wurde in Sambia getestet, evaluiert, als wirksam eingestuft und für andere Länder adaptiert.

Im Jahr 2018 vergibt die Jacobs Foundation zehn Preise an soziale Innovatoren und Wegbereiter des Wandels auf dem Gebiet der Kinder- und Jugendentwicklung. Jeder Preis ist mit 100’000 CHF dotiert. Die Preisträger bieten Lösungen für eine positive Kinder- und Jugendentwicklung an, die preisgünstig, nachhaltig und vor Ort leicht umsetzbar sind. Die zehn Gewinner wünschen sich sozialen Wandel und setzen sich dafür unermüdlich ein. Sie lassen ihren Worten Taten folgen.