CLEF & ELAN

Eine starke Koalition aus Stiftungspartnern sowie 11 Kakao- und Schokoladenherstellern tut sich mit der ivorischen Regierung zusammen und unterstützt diese bei der Umsetzung ihrer strategischen Ziele, um Kinderarbeit zu bekämpfen und allen Kindern einen guten Start ins Leben und Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung zu ermöglichen.

Die Jacobs Foundation, die UBS Optimus Foundation, die ivorische Regierung sowie die Kakao- und Schokoladenhersteller Barry Callebaut, Blommer, Cargill, Chocolonely Foundation, ECOM, Ferrero, Fuji Oil Group, Hershey Company, Mars Wrigley, Mondelēz International, Nestlé, Olam Cocoa, Sucden und Touton wollen gemeinsam das nötige Startkapital zur Verfügung stellen, um zwei Finanzierungsplattformen zu lancieren. Insgesamt sollen 150 Millionen CHF aufgebracht werden, damit in weiten Teilen der Elfenbeinküste effektive Lernmöglichkeiten entstehen und die frühkindliche Entwicklung gefördert werden kann. Um die finanzielle Zielvorgabe für die beiden Plattformen zu erreichen, sind weitere Akteure eingeladen, sich der Koalition anzuschliessen.

CLEF und ELAN
Die erste der beiden Finanzierungsinitiativen heisst Child Learning and Education Facility (CLEF) und soll 5 Millionen Kinder und 10 Millionen Eltern in Kakao anbauenden Gebieten und darüber hinaus erreichen. Der Fokus liegt dabei auf qualitativ hochwertiger Grundschulbildung.
Die zweite Initiative ist die Early Learning and Nutrition Facility (ELAN), die auf 1,3 Millionen Kinder bis 5 Jahre und deren Betreuungspersonen abzielt. Sie dient zur Bereitstellung hochwertiger Angebote und Trainings im Bereich frühkindliche Entwicklung und Ernährung.

Um die Entwicklung ihres Humankapitals zu unterstützen und die Hauptursachen der Kinderarbeit zu bekämpfen, hat die ivorische Regierung drei Strategien entwickelt: den nationalen Handlungsplan zur Bekämpfung der Kinderarbeit, den 10-Jahres-Plan für den Bildungssektor und einen nationalen, sektorenübergreifenden Ernährungsplan. Die CLEF und ELAN Initiativen ergänzen die Massnahmen der Regierung.

Beispiele für öffentlich-private Partnerschaften
Die Elfenbeinküste ist weltweit führend in der Produktion und im Export von Kakaobohnen für die Schokoladenherstellung. Doch eine Studie aus 2015 zeigte, dass mehr als 1 Million Kinder in der Elfenbeinküste gefährliche Arbeiten in der Kakaoproduktion verrichten. In ländlichen Gebieten gehen knapp 30 % der Kinder im Grundschulalter nicht zur Schule; bei Kindern im unteren Sekundarschulalter sind es sogar 50 % (Côte d’Ivoire MICS 2016). Von den Kindern, die die Schule besuchen, erreicht ein Grossteil nicht die Mindestanforderungen für Lese- und Rechenfertigkeiten. Diese unzureichenden schulischen Leistungen sind überwiegend auf die geringe Qualität der Bildung zurückzuführen, zudem jedoch auch auf eine suboptimale Entwicklung in den frühen Lebensjahren der Kinder. 30 % der Bevölkerung sind von Mangelernährung betroffen, was besonders für kleine Kinder gefährlich ist. Damit zählt die Elfenbeinküste zu den am stärksten gefährdeten Ländern in Subsahara-Afrika. Ohne eine Verbesserung im Bereich der frühkindlichen Entwicklung und Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung sind diese Kinder einem höheren Risiko von Kinderarbeit ausgesetzt.

Weltweit könnten mehr als 150 Millionen Kinder von Kinderarbeit betroffen sein. Die Initiativen CLEF und ELAN sind ein Zusammenschluss verschiedener Akteure, die in der Elfenbeinküste eine nachhaltige Lösung für dieses Problem suchen. Diese Initiativen könnten als Beispiele für effektive öffentlich-private Partnerschaften dienen, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen zu erreichen.

Alexandra Güntzer
Chief Communication Officer, Jacobs Foundation
Zürich, Schweiz
alexandra.guentzer@jacobsfoundation.org
Tel. +41 (0) 44 388 61 06

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