Wie kann die Gesellschaft von Privatschulen profitieren?

Die wachsende Bedeutung des Sektors in der Bildungslandschaft kann nicht von der Hand gewiesen werden und wirft die Frage auf, wie Privatschulen potenziell zum Wohl der Gesellschaft insgesamt beitragen können.

Ein neuer Report, durchgeführt von LEK und beauftragt von der Jacobs Foundation, untersucht das Potenzial von Privatschulen zum Nutzen der Gesellschaft.

Das vierte Ziel für nachhaltige Entwicklung (SDG4)– hochwertige Bildung – stellt die Welt bis 2030 vor mehrere grosse Herausforderungen. Unter anderem soll kostenlose, gleichberechtigte und hochwertige Grund- und Sekundarschulbildung für alle gewährleistet werden.

Hochwertige Bildung ist immer noch ein Problem

Dennoch sind die Bemühungen, das vierte Ziel zu erreichen, ins Stocken geraten. So sank die Anzahl der Kinder, die nicht zur Schule gehen, letztes Jahr weltweit um lediglich eine Million, von 263 auf 262 Millionen. Zwar wurden global Fortschritte erzielt, doch wichtige Probleme, vor allem bei der hochwertigen Bildung, bleiben bestehen. Weitere 260 statt nur 10 Jahre zu warten, bis alle Menschen Zugang zu hochwertiger Bildung haben, ist keine Alternative.

Der Beitrag von Privatschulen zum Gemeinwohl

Gleichzeitig, und vielleicht zum Teil gerade wegen der wahrgenommenen Schwierigkeiten in öffentlichen Bildungssystemen in Hinblick auf Qualität und Verantwortlichkeit, nimmt die Anzahl der Anmeldungen an Privatschulen (sowohl bei profitorientierten als auch bei Non-Profit-Schulen) mit zunehmendem Wohlstand global dreimal so schnell zu wie an öffentlichen Schulen. Bei einer solchen Wachstumsrate kann es sich der Bildungssektor nicht erlauben, privat geführte Schulen zu ignorieren. Deren Stärken, wie beispielsweise ihr Innovationspotenzial, müssen zum Wohle aller genutzt werden.

Der LEK-Report «Private Schools for Public Goods» gibt einen  Überblick über die wichtigsten Herausforderungen im Bildungsbereich weltweit und nimmt eine Bestandsaufnahme des Privatschulsektors vor. Zudem wird erläutert, wie privat geführte Schulen zum Gemeinwohl beitragen können, mit Vorteilen für die Gemeinden und die öffentlichen Bildungssysteme. Abschliessend werden Möglichkeiten für Spender, Geldgeber und Investoren aufgezeigt, diesen Prozess zu unterstützen.

Mit „Privatschule” und „privat geführte Schule” sind in diesem Bericht Schulen gemeint, die in privater Hand sind, entweder ausschliesslich oder als öffentlich-private Partnerschaft in Kooperation mit dem Staat. Diese Schulen können als Non-Profit oder For-Profit ausgelegt sein. 

 

Download Report in Englisch:

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