Was macht Schulleitung erfolgreich? Internationaler Bildungskongress liefert Ideen

Der Erfolg einer Schule hängt entscheidend von ihrer Leitung ab. Diese Erkenntnis hat sich in den vergangenen Jahren immer stärker durchgesetzt – was sich auch in der vermehrten nationalen und internationalen Forschung zum Thema „Leadership“ ausdrückt. Beim „International Congress for School Effectiveness and Improvement“ (ICSEI) 2020 in Marrakesch war das Thema Führung ebenfalls einer der Hauptschwerpunkte und wurde von Experten aus über 80 Ländern diskutiert. Konkrete Handlungsanweisungen, wie eine erfolgreiche Führungskultur an Schulen aussehen kann, kamen dabei auch aus Deutschland. Ein Tipp lautet beispielsweise: Kooperieren und Verantwortung teilen.

„Schulleitungen sind nicht nur dafür verantwortlich, dass das Licht funktioniert und die Lehrkräfte pünktlich bezahlt werden. Und diese Erkenntnis hat sich zum Glück inzwischen in den meisten Ländern durchgesetzt“, sagt Karen Seashore Louis, Professorin der Bildungswissenschaften an der Universität Minnesota, die seit vielen Jahren zum Thema „Führung im Schulkontext“ forscht. Längst gehe es nicht mehr nur um „Instructional Leadership“, wobei Schulleiterinnen und Schulleiter vor allem als Verwaltende oder Lehrkräfte mit besonderen Aufgaben verstanden würden, so die Professorin.

Stattdessen werden derzeit – auch während der fünf Konferenztage der ICSEI 2020 – vor allem Modelle wie „Positive Leadership“, „Shared Leadership“ oder auch „Leadership for Learning“ diskutiert. Gemein ist den verschiedenen Konzepten die Feststellung, dass Schulleiterinnen und -leiter entscheidenden Einfluss auf die Qualität des Unterrichts nehmen – auch wenn sie selbst nicht vor der Klasse stehen und unterrichten. Konkret wird Schulleitungen die Verantwortung dafür zugeschrieben, ein positives Schulklima zu schaffen, den Dialog aller an Schule Beteiligten zu fördern sowie die Lehrkräfte ins Leitungshandeln einzubeziehen.

„Es gibt auf jeden Fall eine direkte Korrelation zwischen einer guten Schulleitung und den Bildungsergebnissen“, sagt auch Louise van Rhyn. Die Südafrikanerin hat 2010 die Initiative „Partners for Possibilities“ gegründet, um Schulleitungen zu stärken, sie mit Führungspersönlichkeiten aus der Wirtschaft zusammenzubringen und dadurch langfristig die Qualität der Bildung in ihrem Land zu verbessern.

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Laura Millmann, Jacobs Journalism Fellow

Laura ist Redakteurin der Agentur für Bildungsjournalismus und auf Bildung und Unterricht spezialisiert. Zuvor war sie als freiberufliche Journalistin unter anderem für das Kinderprogramm eines öffentlichen Radiosenders und das Nachrichtenportal News4teachers.de tätig. Sie ist auch eine Jacobs Journalism Fellow.

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