Vereinte Kräfte für die Zukunft des Lernens

Die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen EPFL und ETH lancieren erstmals ein gemeinsames Doktoratsprogramm in den Lernwissenschaften, das von der Jacobs Foundation gefördert wird. Ziel des gemeinsamen Programms der ETH und EPFL ist die Ausbildung von Fachpersonen, die ihr technisches und naturwissenschaftliches Wissen zur Förderung der Forschung, der Lehre und des Lernens einbringen sollen. Die Lernwissenschaften befinden sich am Schnittpunkt mehrerer Fachrichtungen. Sie benötigen Experten und Expertinnen aus einer Reihe von Disziplinen, die ihr Know-how engagiert dafür einsetzen, die Bildung zu verbessern und zugleich das Verständnis der menschlichen Kognition und des Lernverhaltens voranzubringen. Das neue gemeinsame Doktoratsprogramm richtet sich insbesondere an Master-Absolvierende der MINT-Disziplinen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik), die ein grosses Interesse für Lernen und Bildung mitbringen.

Ein signifikanter Schritt

«Unser Ziel ist es, Fachpersonen auszubilden, die sich mit bildungsspezifischen Themen auseinandersetzen können, indem sie aus ihrem wissenschaftlichen Hintergrund im MINT-Bereich schöpfen», sagt Pierre Dillenbourg, Assoziierter Vizepräsident für Bildung und Leiter des EPFL-eigenen Labors für Computer-Menschliche Interaktion beim Lernen und Lehren (CHILI). Er hat das gemeinsame Doktoratsprogramm zusammen mit Manu Kapur konzipiert und entwickelt. Kapur hat die Professur für Lernwissenschaften an der ETH Zürich inne und leitet dort die Future Learning Initiative.

«Die Forschung zeigt, dass traditionelle Lehrmethoden oft nicht optimal sind», sagt Manu Kapur. «Das gemeinsame Programm ist ein wichtiger Schritt für die Lernwissenschaften in der Schweiz, aber auch für die Wissenschaft im Allgemeinen, da es den Rahmen für gemeinsame Programme in weiteren Disziplinen setzt.»

«Zusammenarbeit ist entscheidend, um Innovationen voranzutreiben. Daher freuen wir uns sehr, dass die beiden hochkarätigen Institutionen gemeinsam dieses Programm anbieten, das die Zukunft des Lernens prägen wird», sagt Simon Sommer, der Co-CEO der Jacobs Foundation.

Eine neue Generation Lernwissenschaftler

Mit diesem neuen Programm wollen die beiden Universitäten eine Generation von Lernwissenschaftlern hervorbringen, die fortschrittliche Forschung und Spitzentechnologie nutzen, um die Art und Weise, wie Fächer unterrichtet werden, im gesamten Bildungssystem zu verbessern. Ziel ist es, Lehrmethoden zu entwickeln, die den Studierenden die Fähigkeiten vermitteln, die sie benötigen, um den Herausforderungen unserer sich rasch wandelnden Gesellschaft zu begegnen. Das neue, von der Jacobs Foundation geförderte Programm der EPFL-ETH dauert vier Jahre und startet im Frühjahr 2022.

Mehr zu dem Programm unter:
EPFL
ETH Zurich

Wir verwenden Cookies, um einen guten Webservice zu ermöglichen. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

OK