Klaus J. Jacobs Research Prizes 2021

Vor dem Hintergrund der weltweiten Pandemie verleiht die Jacobs Foundation erstmals in einem Jahr zwei Klaus J. Jacobs Research Prizes. Zwei herausragende Forscher werden mit dem renommierten Forschungspreis ausgezeichnet, dotiert mit je einer Million Schweizer Franken.

Gemeinsam ermöglichen ihre herausragenden wissenschaftlichen Leistungen einen umfassenderen Blick auf die Grundlagen der frühen Hirnentwicklung, auf die Auswirkungen frühkindlicher Stressbelastung auf das spätere Lernen und die kognitiven Fähigkeiten sowie auf die Frage, wie ein besseres Verständnis gesunder kognitiver Funktionen den Bildungserfolg in allen Altersstufen beeinflussen kann.

Charles A. Nelson, Professor der medizinischen Fakultät von Harvard, erhält einen Klaus J. Jacobs Research Prize 2021 für seine bahnbrechenden Forschungsarbeiten über die Auswirkungen widriger Umstände in der Kindheit auf die Gehirnentwicklung, Verhaltensstörungen und soziale Stabilität. In den nächsten fünf Jahren will Professor Nelson weiterhin die neuronalen Grundlagen kritischer Phasen der kindlichen Entwicklung untersuchen und erforschen, wie und ob kritische Entwicklungsphasen, die aufgrund belastender Umstände verloren gegangen sind, durch therapeutische Massnahmen wieder aktiviert werden können.

„Meine Arbeit über frühkindliche Stressbelastungen hat sich in den Richtlinien und der Praxis sowohl von Pädagoginnen und Pädagogen als auch bei Gesetzgebern niedergeschlagen, sodass beide Berufsgruppen jetzt der frühkindlichen Umgebung besondere Aufmerksamkeit widmen.“

Daniel L. Schwartz, Professor der Stanford University, erhält einen Klaus J. Jacobs Research Prize 2021 für seine Studien zu kognitiven Fragestellungen mittels innovativer Lernexperimente, die zu neuen Erkenntnissen in der Bildungsforschung beigetragen haben. Er forscht zu Themen wie Wissensvermittlung, Transfer – wie Lernende ihr erworbenes Wissen oder ihre Fähigkeiten in einem anderen Kontext einsetzen können – und Leistungskontrolle. Schwartz ist führend in dem Wissenschaftsgebiet, das kognitive Psychologie und Pädagogik verknüpft. In den nächsten fünf Jahren will Professor Schwartz seine Forschung zu einer auf künstlicher Intelligenz basierenden Technologie namens Teachable Agent (TA) ausweiten. Dabei handelt es sich um einen computerbasierten Avatar, den Lernende in logischem Denken unterrichten.

„Viele Menschen denken, dass es sich beim Lernen um die Stärkung eines Gehirnmuskels handelt. Wenn es allerdings darum geht, neue Ideen zu entwickeln, wäre “dem Gehirn das Tanzen beibringen” wohl die bessere Analogie.”

Seit 2019 werden die renommierten Klaus J.Jacobs Forschungspreise alle zwei Jahre verliehen. Die nächste Preisverleihung der Best Practice Preise findet 2022 statt.

Wir verwenden Cookies, um einen guten Webservice zu ermöglichen. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich mit unseren Nutzungsbedingungen einverstanden.

OK