Future Skills – Vier Szenarien für morgen

Die Zukunft scheint so ungewiss wie schon lange nicht mehr. Sind liberale Demokratien und Globalisierung Auslaufmodelle? Über Jahrzehnte konnte von mehr Wohlstand, Fortschritt und Freiheit ausgegangen werden. Ist die Zeit der Linearität nun endgültig vorbei? Können unsere Kinder künftig nur noch mit offengelegten Gesundheitsdaten und Mundschutz vor die Tür gehen? Welche Jobs gibt es künftig noch?

Skills für die Zukunft

Eltern und das Bildungswesen, welche Kinder und Jugendliche «Fit für die Zukunft» machen sollen, sind besonders herausgefordert. Wie kann Zukunft für die kommende Generation gelingen? Dieser Frage ist das GDI Gottlieb Duttweiler Institute nachgegangen und hat im Auftrag der Jacobs Foundation eine neue Studie erstellt: «Future Skills – Vier Szenarien für morgen und was wir dafür können müssen». Die Studie formuliert, welche Fähigkeiten die nächste Generation braucht, um Zukunft mitzugestalten und darin zu gedeihen.

Die Studie skizziert folgende Zukunftsvarianten für das Jahr 2050:

  • Kollaps: Von internationalem Handel abgeschnittene lokale Gemeinschaften müssen sich in den Ruinen einer globalisierten und industrialisierten Welt neu organisieren.
  • Gig-Economy-Prekariat: Aufgrund technologisch bedingter Arbeitslosigkeit buhlen Menschen als digitale Tagelöhner in einer durchökonomisierten Welt um rar gesäte Jobs.
  • Netto-Null: Die Gesellschaft muss sich einschneidende persönliche Einschränkungen auferlegen. Das übergeordnete Ziel ist die vollständige Reduktion von CO2-Emissionen.
  • Vollautomatisierter KI-Luxus: Dank Maschinen muss niemand mehr arbeiten. Menschen stehen vor der Herausforderung, ihrem Leben Sinn zu geben und angesichts der überlegenen künstlichen Intelligenzen ihre persönliche Autonomie zu bewahren.

 

Die Studie «Future Skills» wurde am 26. Mai im Rahmen eines Online-Referats von Studienautor Jakub Samochowiec vorgestellt und mit Dagmar Rösler, Präsidentin des Dachverbandes der Schweizer Lehrer (LCH), der Medienwissenschaftlerin Sarah Genner sowie dem Rechtsphilosophen Johan Rochel von der Universität Zürich diskutiert.

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