Die Luker Foundation​ – oder Fundación Luker – wurde 1994 in der kolumbianischen Stadt Manizales gegründet. Die Stiftung ist ein Labor für soziale Innovationen, das Lösungen für die Förderung von Entwicklung und Gleichheit durch öffentliche, private und akademische Allianzen entwickelt.

Die Stiftung ist überzeugt, dass gut ausgebildete und unternehmerisch denkende Menschen Fortschritt anstossen und gestalten. Sie unterstützt Einzelpersonen und Gemeinschaften bei der Entfaltung ihres Potenzials.
Seit Stiftungsgründung konnten überzeugende Resultate erzielt und wichtige Partnerschaften aufgebaut werden. Dabei stehen die Werte der Familie Luker, auf denen die Stiftung gründet, im Zentrum: Erfolgreiche Bildungsmodelle zu schaffen.

Zu den Tätigkeiten der Stiftung im Bildungsbereich gehört „Active Urban School“ mit 24 Bildungseinrichtungen, die handlungsorientierte Pädagogikmodelle zur Förderung sozialer und emotionaler Kompetenzen entwickelt haben. Diese Modelle wurden bereits bei der Schulung von mehr als 1´000 Lehrern und Lehrerinnen sowie der Ausbildung von 21´000 Schülerinnen und Schülern erfolgreich eingesetzt.

Das „University At Your School“-Programm in Manizales bietet Zugang zu technischen und beruflichen Trainingsangeboten (Technical and Vocational Education and Training -TEVT) und vereinfacht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Einstieg in die höhere Schulbildung deutlich. Vor dem Start dieses Programms begannen nur 33 Prozent der Absolventinnen und Absolventen öffentlicher Schulen ein Universitätsstudium, während die Zahl im Jahr 2021 bereits bei 70 Prozent lag. Seit 2014 wurden etwa 10´400 Schülerinnen und Schüler in diesem Programm ausgebildet. Die meisten davon (76 Prozent) haben ihr Studium fortgeführt oder haben in der Branche ihres Ausbildungsbereiches eine Stelle angetreten.

„Let‘s All Learn to Read“ ist das zentrale Programm der Stiftung zur Stärkung von Lese- und Schreibfähigkeit, das ursprünglich in Zusammenarbeit mit der Inter-American Development Bank (IADB) in Manizales gestartet und von der Harvard University wissenschaftlich evaluiert wurde. Heute wird das Programm in Kolumbien und Panama staatlich gefördert zugunsten von mehr als 700`000 Lernenden und Lehrkräften und hat zu einem grundlegenden Wandel im lateinamerikanischen Bildungswesen beigetragen. Das Lehr- und Lernmodell nutzt die phonetische Methode, um Lese- und Schreibfähigkeiten in Kolumbien zu stärken.

Das Programm basiert auf wirkungsvollen digitalen Strategien für die Fortbildung und Unterstützung von Lehrkräften im Bereich Pädagogik, Unterrichtsgestaltung und Phonetik-Methode; die Gestaltung und den Einsatz kurzweiliger Lehrmaterialien (k-5), um die Lesefähigkeit durch sozio-emotionale Kompetenzen zu verbessern; Kurse und personalisierte Materialien für Kinder mit Lernschwierigkeiten von der 2. bis zur 5. Klasse; ein exaktes und personalisierbares Bewertungssystem, um Kinder mit Lernrückständen mithilfe der Methode Early Grade Reading Assessment (EGRA) frühzeitig zu identifizieren und aufzufangen.

Die Stiftung ist überzeugt, dass der umfassende Einsatz des Programms über einen fünfjährigen Zeitraum die Lesekompetenz in standardisierten Tests um 30 Prozent verbessern könnte. Das Modell besitzt das Potenzial, das Schulsystem Lateinamerikas grundlegend zu erneuern. Guatemala, Costa Rica und die Dominikanische Republik haben bereits Interesse an diesem erfolgreichen Lernmodell angemeldet. Ziel ist es, mittel- bis langfristig alle lateinamerikanischen Länder einzubinden.

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