Die Bildungsqualität in der Elfenbeinküste verbessern

Die grössten Kakao- und Schokoladenhersteller der Welt wollen als neue Partner von TRECC (Transforming Education in Cocoa Communities) die Bildungsqualität in ländlichen Gebieten der Elfenbeinküste erhöhen. Mithilfe lokaler und internationaler Entwicklungsorganisationen werden die Unternehmen in einigen der Gemeinden, aus denen sie ihre Rohpodukte beziehen, verschiedene Bildungsmodelle umsetzen. Gemeinsam wollen die Partner nachhaltige soziale Wirkung erzielen – durch die Anwendung bewährter Modelle und die Verbesserung der Anbaupraktiken in Kakaoanbaugebieten.

Die Elfenbeinküste konnte bei der Erweiterung des Zugangs zu Bildungsangeboten bereits grosse Fortschritte erzielen, und ehrgeizige politische Massnahmen zeigen, wie ernst es der ivorischen Regierung damit ist, allen Kindern den Grundschulbesuch zu ermöglichen. Doch das Lernniveau bleibt niedrig. Um hochwertige Bildung zu gewährleisten, sind daher weitere Massnahmen in den Bereichen frühkindliche Entwicklung, Grundschulwesen und Berufsausbildung nötig.

Zehn Modelle im Test

Aus diesem Grund haben sich die Unternehmen Barry Callebaut, Blommer, Caboz, Cargill, Cémoi, Hershey, Mars und Mondelēz International mit TRECC zusammengeschlossen, einer Initiative der Jacobs Foundation in der Elfenbeinküste. Gemeinsam haben sie damit begonnen, die umfassendste Massnahme für Bildungsqualität in der Geschichte des Landes umzusetzen. Das Programm wird zehn bewährte Bildungs- und Kinderentwicklungsmodelle aus aller Welt testen. Die Interventionen richten sich an Kinder aller Altersgruppen und ihre Bezugspersonen sowie an Jugendliche, die am Anfang ihres Berufslebens stehen.

Auf dem Gebiet der frühkindlichen Entwicklung gehören unter anderem Elterntrainings in den Bereichen Ernährung, Hygiene und Stimulation zum Angebot. Im Grundschulbereich wird die Initiative pädagogische Modelle vorschlagen, die sich positiv auf den Unterrichtseinsatz der Schüler auswirken. So wird in einem der Test-Modelle die „Teaching at the Right Level”-Methode (TaRL) angewendet, die Lehrern dabei hilft, den Lehrplan und die Übungen so anzupassen, dass sie für ihre Schüler sinnvoll und machbar sind. Jugendliche profitieren von der Initiative durch Kurse zu den Themen Finanzwissen und Landwirtschaft.

Lebenslanges Lernen für alle

Die Partner haben zugesagt, diejenigen Angebote zu erweitern, die die besten Ergebnisse erzielen. Die Modelle könnten in die ivorische Bildungspolitik Einzug halten, und TRECC und die teilnehmenden Kakao- und Schokoladenhersteller werden sich dafür einsetzen, dass die erfolgreichsten Modelle verstärkt Anwendung finden.

TRECC ist ein einzigartiger Zusammenschluss einer Branche, einer Regierung und mehrerer For-Purpose-Organisationen, um das vierte Ziel für nachhaltige Entwicklung zu erreichen: Inklusive, gleichberechtigte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern.

Ein weiteres wichtiges Ziel der Kooperation ist es, der Bildungsqualität in den Nachhaltigkeitsstrategien der Branche eine bedeutendere Rolle zukommen zu lassen. TRECC wünscht sich von seinen Partnern aus der Kakaobranche, dass sie erkennen, was aus unternehmerischer Sicht für hochwertige Bildung spricht, und dass sie den Bildungsaspekt in ihre Gemeindeentwicklungsaktivitäten einbinden.

Mit der Initiative sollen in den kommenden vier Jahren bis zu 80’000 Kinder und Jugendliche in etwa 150 Gemeinden in Kakaoanbaugebieten der Elfenbeinküste Zugang zu qualitativ hochwertiger Bildung erhalten. Die meisten Projekte werden von internationalen Entwicklungsorganisationen umgesetzt werden, manche auch von Organisationen vor Ort oder von den Unternehmen selbst. Insgesamt stehen für das Programm mehr als 8,5 Millionen USD zur Verfügung.

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