Den Zug in der frühen Kindheit nicht verpassen

Die frühe Kindheit ist entscheidend für das ganze Leben. Deshalb müssen die Angebote und Massnahmen in der frühen Kindheit nicht nur von hoher Qualität sein, sondern auch strategisch aneinandergekoppelt werden. Ansonsten hat das Konsequenzen, nicht nur für das einzelne Kind, sondern für die ganze Gesellschaft unseres Landes. Doch der Zug ist noch nicht abgefahren, sondern steht mit der Lancierung vom Programm Primokiz2 bereit.

Zürich, 30. Juni 2016 – Es ist mittlerweile wissenschaftlich belegt, dass in der frühen Kindheit wichtige Weichen für die weiterführende Entwicklung von kognitiven und sozialen Fähigkeiten gestellt werden. Kleine Kinder haben grosses Potential. Sie können ihre Fähigkeiten voll entfalten, um sich für ein „life long learning“ vorzubereiten, wenn sie in einer anregenden Umgebung aufwachsen und spielerisch lernen. Solch eine Umgebung wird unter anderem durch verschiedene Angebote in der frühen Kindheit geschaffen. Niemand kann es sich mehr leisten, nicht auch auf diesen Zug aufzuspringen. Wer den Zug verpasst hat, kämpft langfristig mit den Folgen von der Schulzeit bis ins Erwachsenenalter, da die Entwicklungsrückstände kaum mehr aufgeholt werden können.

Faire Chancen für jedes Kind

Weil jedes Kind sein Potential entfalten können soll, setzt die Jacobs Foundation seit Jahren auf qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung (FBBE), unter anderem mit dem Programm Primokiz. Dieses Programm strebt eine Politik der frühen Kindheit an, bei welcher sich Bildung, Soziales und Gesundheit vernetzen und strategisch zusammenarbeiten, um gute strukturelle Rahmenbedingungen zu erschaffen. Die am Programm teilnehmenden Kantone und Gemeinden werden bei der Entwicklung eines umfassenden Konzepts der frühen Kindheit unterstützt. Dazu braucht es die Zusammenarbeit von Verwaltung, Familie und privaten Anbietern, damit am Ende jedes Kind bestmögliche Chancen für die weitere Bildungsreise erhält. „Eine umfassende Politik der frühen Kindheit ist ganz klar eine Frage der Chancengerechtigkeit und sollte daher uns allen am Herzen liegen“, erklärt Heinz Altorfer, Mitglied der Schweizerischen UNESCO-Kommission.

Weitere Gemeinden springen auf den Zug

Bereits 18 Gemeinden in der ganzen Schweiz und drei Kantone haben erfolgreich am Programm Primokiz teilgenommen. Aufgrund des grossen Erfolgs und dem Wunsch weiterer Gemeinden und Kantone, auch auf den Zug aufzuspringen, lanciert die Jacobs Foundation gemeinsam mit der Roger Federer Foundation das Nachfolgeprogramm „Primokiz2“ und investiert 750,000 CHF in bis zu 80 Projektstandorte. „Investitionen in den Frühbereich lohnen sich nicht nur für Kinder, sondern auch für Eltern, den Staat und die Wirtschaft“, sagt Sandro Giuliani, Geschäftsführer der Jacobs Foundation. Denn Kinder, die in anregender Umgebung aufwachsen, schneiden bei Schultests besser ab, erreichen ein höheres Bildungsniveau und zeigen als Erwachsene eine bessere Erwerbsbiographie, höheren Verdienst, weniger Straftaten und Drogenprobleme. Lohnenswert sind Investitionen im Frühbereich auch finanziell: jeder Franken, der investiert wird, zahlt sich mit mindestens zwei Franken Rendite aus, wie Studien belegen. „Wir glauben an die Wichtigkeit der frühkindlichen Entwicklung, weil Kinder nur mit einem guten Start ihr Potenzial entfalten können. Deshalb sind wir begeistert, das Programm Primokiz2 als Co-Träger mitsteuern zu können“, sagt Janine Händel, Geschäftsführerin der Roger Federer Foundation.
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