Bildungslandschaften Schweiz geht in die zweite Runde

Es können 15 weitere lokale Bildungslandschaften geschaffen werden. Der Stiftungsrat der Jacobs Foundation hat eine zweite Phase des Programms Bildungslandschaften Schweiz gutgeheissen und somit grünes Licht für eine nationale Erweiterung des Programms gegeben (Laufzeit 2014 bis 2018). Grundlage dieses Entscheids waren die positiven Ergebnisse einer externen Evaluation sowie das Interesse von vielen Kantonen. Die Stiftung stellt für die zweite Phase 2,5 Millionen Franken zur Verfügung. Für beide Phasen zusammen beträgt die Investitionssumme 6,5 Millionen Franken.

In der ersten Phase des Programms wurden die Kantone Basel, Freiburg und Zürich mit je drei Projekten aufgenommen. Die drei Kantone beteiligen sich auch finanziell an den Bildungslandschafts-Projekten. Im Unterschied zur ersten Phase des Programms können sich jetzt – sofern der Kanton das Programm ideell unterstützt – Gemeinden, Stadtteile oder Regionen direkt am Programm beteiligen und sorgen selbst für die Co-Finanzierung.

Die Sondierung der Jacobs Foundation, der Programm Initiantin, hat gezeigt, dass aktuell 16 Kantone den Aufbau von Bildungslandschaften befürworten. In diesen Kantonen laufen nun die Ausschreibungen für neue Projekte. Im September 2014 werden die potentiellen neuen Projektteams zu Machbarkeitsworkshops eingeladen. Und bereits im Oktober 2014 wird die nationale Steuergruppe des Programms 15 neue Bildungslandschaft-Projekte auswählen.

Zwischenbericht der Evaluation Phase I (2011 bis 2014)

Der positive Entscheid des Stiftungsrates der Jacobs Foundation wurde massgeblich vom Zwischenbericht des externen wissenschaftlichen Partners beeinflusst. Das Institut für Bildungsmanagement und Bildungsökonomie der Pädagogischen Hochschule Zug evaluiert im Rahmen eines Forschungsprojekts das Programm Bildungslandschaften Schweiz.

Im dieser ersten Erhebungsphase stellte das Institut fest, dass alle neun Projekte während des ersten Jahres der Programmlaufzeit erfolgreich und zu grosser Zufriedenheit der Befragten initiiert werden konnten. Die Startphase der Projekte war geprägt durch konzeptionelle und organisatorische Arbeiten, etwa die Erstellung der jeweiligen Projektpläne sowie die Einrichtung und Etablierung von Projektstrukturen. Dieser Teil war für die Befragten zeitaufwändig, dennoch ist den allermeisten Beteiligten eine hohe Motivation und ein hohes Engagement eigen. Für fast alle Projekte gilt, dass sie nun über Zielklarheit verfügen. Sieben Projekte konzentrieren Ihre Bemühungen auf den erleichterten Übertritt der beteiligten Kinder in die Grundschule. Frühe Sprachförderung und Elternbildung sind dabei bei den meisten Projekten wichtige Elemente. Die anderen zwei Projekte nehmen den Übertritt der Jugendlichen in die berufliche Bildung in den Fokus. Hier wird grosser Wert auf die Vernetzung mit der lokalen Wirtschaft gelegt.

Ferner erleben die befragten Personen die Kooperationen als gut. Sie knüpften neue Kontakte und stärkten bereits vorhandene Beziehungen. Die Evaluation zeigt, dass die Kooperationen teilweise auch als Mehraufwand gesehen werden, der Zeit benötigt.

Eine messbare Wirkung auf Kinder und Jugendliche ist in der Mehrheit der Fälle noch nicht feststellbar. Die hohe bis sehr hohe Zufriedenheit der befragten Beteiligten, verbunden damit, dass sie dem Aspekt der Nachhaltigkeit eine grosse Bedeutung zumessen, ist jedoch ein klares Zeichen dafür, dass auch im Bereich der Bildungsaktivitäten Fortschritte erzielt werden.

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Lokale Bildungslandschaften – Bildung ist mehr als Schule

Die Schweizer Gesellschaft wird, insbesondere geprägt von Migration, Globalisierung und demographischem Wandel, immer komplexer und die Herausforderungen an die Herstellung von Chancengerechtigkeit in der Bildung steigen. Dabei kommt der Kombination von schulischer und ausserschulischer Bildung sowie dem Aufbau von Kooperationssystemen eine immer grössere Bedeutung zu.

Daher fördert die Jacobs Foundation im Programm «Bildungslandschaften Schweiz» die systematische Zusammenarbeit schulischer und ausserschulischer Bildungsakteure zu lokalen Bildungslandschaften, um Kindern und Jugendlichen bessere Bildungs‐ und Entwicklungschancen zu bieten. Ab Oktober 2014 nimmt das Programm bis Ende 2o18 15 weitere Projekte auf und erprobt verschiedene Modelle von lokalen Bildungslandschaften, mit dem Ziel, ihre positive Wirkung auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen aufzuzeigen.

In Kooperation mit Kantonen, Gemeinden, Verbänden und Experten will die Jacobs Foundation damit einen Beitrag zur Entwicklung von Innovationen im Schweizer Bildungssystem leisten.

Alle Informationen zum Programm Bildungslandschaften Schweiz: www.bildungslandschaften.ch

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