Juvenir

Eine Studienreihe der Jacobs Foundation

Juvenir ist eine repräsentative Studienreihe der Jacobs Foundation zu Themen, die Schweizer Jugendliche betreffen. Das Besondere der vier Studien: Juvenir spricht nicht über sondern mit Jugendlichen – die Themen werden von ihnen selbst als für sie wichtig identifiziert. Methodisch basieren die Studien auf dem Einsatz von Social Media.

Kernelemente der Juvenir-Studien sind:

  • Konkretisierung der Themen in der Tiefe: Diskussionen mit Jugendlichen im Rahmen von Internetchats zur Identifizierung, Konkretisierung und Priorisierung von relevanten Fragestellungen innerhalb des Themas.
  • Abbildung in der Breite: repräsentative Befragungen von Jugendlichen in der ganzen Schweiz um das Thema breit zu erfassen.
  • Reflektion und Vertiefung: Im Online-Diskurs können die Jugendlichen sich mit den Studienergebnissen auseinandersetzen und diese weiterentwickeln und vertiefen.

Juvenir 1.0
Unser Platz – Schweizer Jugendliche im öffentlichen Raum

Juvenir 2.0
Die erste grosse Entscheidung – Wie Schweizer Jugendliche eine (Berufs-)Ausbildung wählen

Juvenir 3.0
Geld – (k)ein Thema – Wie es um die Finanzen der Schweizer Jugendlichen steht

Juvenir 4.0
Zuviel Stress – zuviel Druck! Wie Schweizer Jugendliche mit Stress und Leistungsdruck umgehen.

Juvenir 1.0
Unser Platz – Schweizer Jugendliche im öffentlichen Raum

Zentrales Motiv Schweizer Jugendlicher für die Nutzung öffentlicher Räume ist neben praktischen Vorzügen wie gute Erreichbarkeit (89 %) und geringe Kosten (93 %), die freie Zugänglichkeit dieser Räume (91 %). Nur eine Minderheit betrachtet den öffentlichen Raum als geeigneten Ort für Partys (23 %) oder Alkohol‐ und Drogenkonsum (42 %; 17 %). Nur ein Drittel hat Konflikte im öffentlichen Raum bereits selbst erlebt. Dies sind wichtige Ergebnisse der 1. Juvenir Studie der Jacobs Foundation, einer repräsentativen und innovativen Jugendstudie für die Schweiz.

Juvenir 2.0
Die erste grosse Entscheidung – Wie Schweizer Jugendliche eine (Berufs-)Ausbildung wählen

Der Schweizer Berufsnachwuchs ist höchst zufrieden und Geld spielt längst nicht die Hauptrolle bei der Berufswahl. Zu diesem Ergebnis kommt die zweite repräsentative Schweizer Jugendstudie der Jacobs Foundation. Die Studie widmet sich der Ausbildungswahl und im Zentrum der Befragung stehen Jugendliche, die sich für eine berufliche Ausbildung entscheiden.

Juvenir 3.0
Geld – (k)ein Thema – Wie es um die Finanzen der Schweizer Jugendlichen steht

Sie haben genug: Mehr als drei Viertel (79 Prozent) der Schweizer Jugendlichen sagen, sie haben genug Geld, 46 Prozent haben sogar mehr als genug. Zu diesem Ergebnis kommt die dritte repräsentative Schweizer Jugendstudie «Juvenir» der Jacobs Foundation. Die Studie fördert das Bild einer Jugend zutage, die sich überaus planvoll und sparsam im Umgang mit Geld zeigt. Bestimmte Angebote und Produkte sind aus Sicht der Jugendlichen (zu) teuer. Dennoch: Verzicht ist für die grosse Mehrheit kaum oder überhaupt kein Thema.

Juvenir 4.0
Zuviel Stress – zuviel Druck! Wie Schweizer Jugendliche mit Stress und Leistungsdruck umgehen.

Stress, Leistungsdruck, Überforderung – für rund die Hälfte der Schweizer Jugendlichen (46 Prozent) ist das der Alltag. Zu diesem Ergebnis kommt die vierte repräsentative Schweizer Jugendstudie «Juvenir» der Jacobs Foundation. Die Studie zeigt, dass der Stress in Schule, Ausbildung und an der Uni und nicht im Privatleben entsteht. Besonders betroffen sind Mädchen.



Juvenir 4.0


Juvenir 3.0


Juvenir 2.0


Juvenir 1.0
Zuviel Stress – zuviel Druck!
Wie Schweizer Jugendliche mit Stress und Leistungsdruck umgehen

Juvenir 4.0 Kurzfassung
Juvenir 4.0 Langfassung
Juvenir 4.0 Tabellenband

Geld - (k)ein Thema
Wie es um die Finanzen der Schweizer Jugendlichen steht

Juvenir 3.0 Kurzfassung
Juvenir 3.0 Langfassung
Juvenir 3.0 Tabellenband
Die erste grosse Entscheidung - Wie Schweizer Jugendliche eine (Berufs)-Ausbildung wählen

Juvenir 2.0 Kurzfassung
Juvenir 2.0Langfassung
Juvenir 2.0 Anlagenband
Unser Platz - Jugendliche im öffentlichen Raum

Juvenir 1.0 Kurzfassung
Juvenir 1.0 Gesamtstudie
Français
Trop de stress - trop de pression!

Juvenir IV version abregee
Juvenir IV oeuvres completes
Juvenir IV Collection tableaux
Français

L'argent, un sujet sans importance? Les jeunes Suisse et leurs moyens financiers

Juvenir_III_version_abrégéé
Juvenir_III_œuvres_complètes
Juvenir_III_collection tableaux
Français

La première grande décision
Comment les jeunes Suisses choisissent une formation (profesionelle)
Juvenir_II_version_abrégée
Juvenir_II_œuvres_complètes
Juvenir_II_Cahier_des_annexes
Français

Notre place - Les jeunes dans l'espace public

Version abrégée

Wenn sie die gedruckte Version einer Studie bestellen möchten, kontaktieren Sie uns bitte.

Themen-Identifikation
Dem Grundsatz von Juvenir entsprechend, orientiert sich die Auswahl der Themen an der Lebenswirklichkeit der Jugendlichen in der Schweiz. Juvenir identifiziert mittels fundierten Recherchen und Experteninterviews aktuelle Jugendthemen und bietet eine Auswahl davon via Internet zur Abstimmung an. Die Jugendlichen können für die Themen stimmen sowie selbst Themen vorschlagen und für diese stimmen lassen. Juvenir setzt dann das Thema mit den meisten Stimmen um. (Voraussetzung bei eingereichten Themenvorschlägen ist, dass sich das Thema für eine Studienerhebung eignet.) Die Themenwahl findet jeweils im Anschluss an den Online-Diskurs der vorhergehenden Studie statt.

Online-Chat
Rund 10−15 Jugendliche diskutieren das gewählte Juvenir-Thema und konkretisieren es aus ihrer Perspektive. Die Ergebnisse dieses Online-Chats fliessen in die Erstellung des standardisierten Fragebogens ein, der wiederum der Online-Befragung zugrunde liegt.

Online-Befragung
Es folgt die Online-Befragung anhand eines standardisierten Fragebogens durch ein professionelles Befragungsinstitut mit eigenem Panel in den drei grossen Sprachregionen der Schweiz.

Expertenbeirat
Die Befragungsergebnisse werden einem ausgewählten Kreis von Experten aus Wissenschaft und Praxis, dem Expertenbeirat von Juvenir, zur Diskussion gestellt.

Veröffentlichung
Juvenir veröffentlicht die Ergebnisse der Befragung in Deutsch und Französisch in Form einer ausführlichen Langfassung sowie einer Kurzfassung für den schnellen Überblick. Weiter publiziert Juvenir einen Anlagenband, der die Ergebnisse nach soziodemografischen Kriterien aufschlüsselt.

Online-Diskurs
Im Anschluss an die Veröffentlichung lädt Juvenir Jugendliche ein, die Ergebnisse der Studie zu diskutieren und sich gegebenenfalls von Mehrheitsmeinungen abzugrenzen. Dieser Diskurs findet online auf der Facebook-Seite von Juvenir statt.

Auswertung des Online-Diskurses
Der Online-Diskurs soll das Juvenir-Thema weiter vertiefen und durch persönliche Einschätzungen und Beiträge der Jugendlichen ergänzen. Der Online-Diskurs wird je nach Gehalt ausgewertet und veröffentlicht.

Zur Begleitung der einzelnen Studien und zur Validierung der Befragungsergebnisse hat die Jacobs Foundation einen Expertenbeirat mit Vertretern aus Wissenschaft und Praxis einberufen. Der Expertenbeirat schätzt die Themenvorschläge ein, begleitet die Erstellung der standardisierten Fragebogen für die Online-Befragung und diskutiert die Befragungsergebnisse, bevor diese ausgewertet werden. Ihre Expertise fliesst somit von Beginn weg in die Studien ein.

Andreas Tschöpe
Geschäftsleiter der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV)

Markus Gander
Geschäftsleiter, Infoklick.ch Kinder- und Jugendförderung Schweiz

Ivica Petrusic
Geschäftsführer okaj zürich, Kantonale Kinder- und Jugendförderung, Vizepräsident Second@s Plus Schweiz

Prof. Dr. Jan Skrobanek
Ausserordentlicher Professor für Jugendsoziologie am Sogn og Fjordane University College in Norwegen

Prof. Dr. Peter Titzmann
Assistenzprofessor für Lebenslauf- und Kompetenzentwicklung im Kindes- und Jugendalter, Jacobs Center for Productive Youth Development, Universität Zürich

Prof. Dr. Daniel Süss
Professor für Medienpsychologie an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften

Johan Rochel
Vize-Präsident foraus – Forum Aussenpolitik und Initiant Ethique en Action

Die sogenannten neuen Medien sind für die heutige Jugend keinesfalls neu. Sie sind mit den verschiedenen Angeboten und Möglichkeiten, die das Internet bietet aufgewachsen und bewegen sich selbstverständlich in sozialen Netzwerken und im Internet. Nicht umsonst spricht man von «Digital Natives».

Längst gehen die Möglichkeiten des Internets weit über das reine Rezipieren der Inhalte hinaus. Facebook, Twitter, Youtube, Instagram und viele weitere Portale und Chat-Plattformen bieten auf verschiedenste Weise die Möglichkeit, die Inhalte des Internets mitzugestalten und es als Kommunikationsplattform zu nutzen. Die Generation der «Digital Natives» macht von dieser Möglichkeit täglich Gebrauch.

Treffenderweise werden die Angebote des Web 2.0 auch als «Mitmachnetz»[1] bezeichnet. Sofern ein Internetzugang vorhanden ist, steht allen die Möglichkeit offen, Inhalte zu gestalten und zu veröffentlichen. Die von den Nutzern selbst gestalteten Inhalte, auch user-generated Content genannt, bilden die Voraussetzung für das Web 2.0. Vor allem Jugendliche zeigen sich in diesem Zusammenhang besonders aktiv und bringen sich deutlich häufiger als andere Altersgruppen mit eigenen Beiträgen im Web 2.0 ein. Das soziale Netzwerk Facebook ist derzeit wohl das bekannteste und mit einem Nutzeranteil von rund 90 % der 14- bis 29-Jährigen das am weitesten verbreitete Angebot dieser Art.[2]

Die digitale Kommunikation mit Freunden und Bekannten via Social-Media-Plattformen ist aus dem Alltag der Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Das Web 2.0 bietet die Möglichkeit sich jederzeit und jeden Ortes mit anderen auszutauschen. Der Art und Weise des Austausches sind dabei kaum Grenzen gesetzt: Fotos, Videos, Audiodateien und natürlich Texte dienen der Kommunikation.
Juvenir setzt genau an dieser Stelle an und bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, sich zu jugendrelevanten Themen zu äussern und sich einzubringen. Das Web 2.0 ermöglicht als «Mitmachnetzwerk» die Umsetzung der grundlegenden Anforderung, die die Jacobs Foundation an die Studienreihe stellt: Juvenir ist eine Serie von Jugendstudien, die nicht über, sondern mit Jugendlichen spricht.

Die empirischen Zugänge zu den Relevanzen, Bewertungen und Erfahrungen von Jugendlichen zu den jeweiligen Themen werden über folgende Instrumente gewonnen:

  • Konkretisierung der Themen in der Tiefe: Diskussionen mit Jugendlichen im Rahmen von Internetchats zur Identifizierung, Konkretisierung und Priorisierung von relevanten Fragestellungen innerhalb des Themas.
  • Abbildung in der Breite: repräsentative Befragungen von Jugendlichen in der ganzen Schweiz um das Thema breit zu erfassen.
  • Reflektion und Vertiefung: Im Online-Diskurs können die Jugendlichen sich mit den Studienergebnissen auseinandersetzen und diese weiterentwickeln und vertiefen.

Internetgestützte Methoden der Sozialforschung sind in den Jahren seit Verbreitung des Internets in der Wissenschaft kontrovers diskutiert worden. Ein zentraler Kritikpunkt betrifft dabei den – bezogen auf die Gesamtbevölkerung in den Industrieländern – immer noch eingeschränkten Zugang und die nicht flächendeckend vorhandene Nutzungskompetenz der neuen Medien. Hierbei wird allerdings in erster Linie auf die ältere Bevölkerung verwiesen. Bei jugendzentrierten Forschungen ist die Zugangs-Problematik dagegen kaum noch vorhanden. Das Schweizerische Bundesamt für Statistik weist für das Jahr 2010 aus, dass rund 85 % aller Schweizer Haushalte über einen Internetzugang verfügen, bezogen auf die unter 35-Jährigen[3] erhöht sich der Anteil sogar auf rund 98 %.[4] Darüber hinaus weist das Bundesamt für Statistik diejenigen als «engeren Nutzerkreis des Internets» aus, die mehrmals die Woche das Internet nutzen. Bei den 15- bis 21-Jährigen, die die Zielgruppe der Studienserie bilden, liegt dieser Anteil ebenfalls bei rund 97 %.[5] Die JAMES-Studie 2012 kommt für die Schweiz zu dem Ergebnis, dass 12- bis 19-jährige Schweizer Jugendliche «Internet nutzen» als bevorzugte und häufigste mediale Freizeitbeschäftigung nennen – noch vor Aktivitäten wie Musik hören oder Fernsehen.[6] Damit kann gewährleistet werden, dass keine Gruppe der Schweizer Jugendlichen systematisch durch den methodischen Ansatz ausgeschlossen wird.

[1] Fisch, M.; Gscheidle, C. (2008): Mitmachnetz Web 2.0: Rege Beteiligung nur in Communitys, online verfügbar unter www.media-perspektiven.de/261.html, Zugriff am 05.02.2014.

[2] Social Media Schweiz (2013): Facebook – die Schweiz in Zahlen (Update 29. Februar 2012), verfügbar online, Zugriff am 05.02.2014.

[3] Die Altersangabe bezieht sich auf die angegebene Referenzperson im jeweiligen Haushalt.

[4] Bundesamt für Statistik (2013): Haushalte und Bevölkerung – Internetzugang der Haushalte, verfügbar online, Zugriff am 05.02.2014, Neuchâtel.

[5] Bundesamt für Statistik (2013): Haushalte und Bevölkerung – Internetnutzung, verfügbar online, Zugriff am 05.02.2014, Neuchâtel.

[6] Prof. Dr. Daniel Süss, Gregor Waller MSc (2012): JAMES – Jugend, Aktivitäten, Medien – Erhebung Schweiz; Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, Zürich. Verfügbar online, Seite 19, Zugriff am 05.02.2014.

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