Jacobs Education Innovation Fellowship

Angesichts der komplexen gesellschaftlichen Veränderungen, die wir heute überall auf der Welt erleben, wird eine gute Ausbildung für den späteren Erfolg immer wichtiger. Wir arbeiten daher daran, die Unterrichtsbedingungen für Kinder insgesamt zu verbessern, damit sie in einem stimulierenden Umfeld aufwachsen und auf bestmögliche Weise lernen können.

Die Jacobs Foundation vergibt Stipendien an Praktiker in ausgewählten europäischen Ländern, die sich beruflich darum bemühen, Kindern eine hochqualitative frühkindliche Bildung zukommen zu lassen. Die insgesamt fünf Stipendien decken die Studiengebühren für ein “Certificate of Advanced Studies” (CAS) in Ökonomie und Pädagogik der frühkindlichen Bildung an der Universität Genf ab. Der Kurs vermittelt den Teilnehmern die nötigen Kenntnisse, um innovative Bildungsmodelle umzusetzen, schülerzentrierte Schulen aufzubauen und projektbasierte Lehrpläne zu implementieren. Ausserdem erfahren sie, wie man verschiedene Methoden erfolgreich einsetzt, unter anderem Design Thinking, visuelles Denken, Projektarbeit, Unterricht in der freien Natur, Waldschulen und Konstruktivismus. Die Teilnehmer werden in der Lage sein, Bildungsprogramme zu entwickeln und zu bewerten, wissenschaftliche Erkenntnisse in den Unterricht zu integrieren und Laborschulen aufzubauen.

Die Empfänger der Jacobs-Stipendien sind beruflich im Bereich der frühkindlichen Bildung, Betreuung und Entwicklung tätig, stehen jeden Tag in direktem Kontakt mit Kindern, bereiten sich gleichzeitig jedoch auf eine Führungsrolle vor. Sie setzen sich für Veränderungen ein und werden ihr neu erworbenes Wissen nutzen, um die frühkindliche Bildung in ihren jeweiligen Organisationen und darüber hinaus zu verbessern, sei es direkt im Bildungssystem oder auf politischer, wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Ebene. Ausserdem sind sie aktive Mitglieder des Jacobs Networks und kommunizieren mit den Jacobs Fellows der Bereiche Forschung, Social Entrepreneurship und Medien. Und schliesslich agieren sie als Botschafter für hochqualitative frühkindliche Bildung und setzen sich für die Ziele der Jacobs Foundation ein.

Projektdauer: 2018 – 2019

Umfang: Stipendium für die Studiengebühren

Budget: 37’500 CHF

Partner

Jacobs Foundation (sponsor)

Centre pour la formation continue et à distance, Université de Genève

Jacobs Foundation
Cathrin Jerie
Seefeldquai 17
8034 Zurich

talent@jacobsfoundation.org

  • Lernen Sie die Fellows kennen
    Léa Delaunay

    Mosaic Schule, Genf

    Léa ist derzeit Pädagogische Leiterin der École Mosaic, einer multikulturellen bilingualen Grundschule (französisch-englisch) in Genf. Zu ihrem Aufgabenbereich zählen die Verwaltung und Weiterentwicklung des pädagogischen Programms der Schule, die Verbesserung der Unterrichtsqualität, die Einteilung der Lehrkräfte und der Kontakt zu den Eltern. Léa begann ihre Laufbahn im naturwissenschaftlichen Bereich mit einem B. A. in Mathematik der Universität Paris Descartes und schloss anschliessend den Masterstudiengang Schulpädagogik an der Université Savoie in Frankreich ab.

    Vor ihrer Tätigkeit als Pädagogische Leiterin arbeitete Léa mehrere Jahre als Grundschullehrerin für sozial benachteiligte Kinder und erlebte das als äusserst bereichernde Erfahrung. In dieser Zeit entwickelte sie ihre Leidenschaft für innovative Erziehungsansätze. Bis heute interessiert sich Léa besonders dafür, wie Säuglinge und Kleinkinder die Fertigkeiten erlernen, die sie fürs Leben brauchen.

    Isabelle Sanou

    CVE de Valency

    Isabelle ist Co-Direktorin eines Kindergartens in Lausanne. Sie war zunächst 13 Jahre als Erzieherin tätig, bevor sie in derselben Einrichtung als pädagogische Assistentin und dann als Direktorin arbeitete.

    Isabelle verfügt über ein „Certificate of Advanced Studies” in Systemischer Intervention in Sozialer Arbeit und sucht kontinuierlich nach neuen Wegen, Verbesserungsmöglichkeiten in ihrem Arbeitsbereich zu testen und ihr Team zu unterstützen. Besonders interessiert ist Isabelle an Erziehungsmethoden wie der Reggio-Pädagogik oder dem konstruktivistischen Ansatz, die das Kind in den Mittelpunkt stellen. Dieses lernt eigenständig und verbessert seine Fähigkeiten, indem es mit anderen Kindern interagiert. Ebenfalls spannend findet Isabelle die Frage, wie man die Eltern bei der Erziehung ihrer Kinder unterstützen kann und welche Möglichkeiten der Kindergarten hat, etwas zur Verbesserung der Chancengleichheit beizutragen.

     

    Grazia Scrima

    La Croquignole - Garderie UNIL-EPFL

    Grazia verfügt über einen Abschluss in Frühkindlicher Bildung der Höheren Fachschule Esede in Lausanne und ist mittlerweile seit zehn Jahren in diesem Bereich tätig. Sie interessiert sich besonders für die Reggio-Pädagogik und bildet sich derzeit im Rahmen eines „Certificate of Advanced Studies” in Ökonomie und Pädagogik der frühkindlichen Bildung an der Universität Genf zu diesem erzieherischen Ansatz weiter.

    Grazia setzt die Erkenntnisse aus der Weiterbildung an ihrem Arbeitsplatz um und ist in ihrem Kindergarten für die Integration des Reggio-Modells verantwortlich. Sie ist für alle pädagogischen Fragen in diesem Bereich zuständig und gibt ihr Wissen über diesen erzieherischen Ansatz an ihre Kollegen weiter.

    In Grazias Bildungsvision kann ein Kind seine Aktivitäten frei wählen und wird bei seinen Erfahrungen lediglich begleitet. Das Kind befindet sich sozusagen in seinem eigenen Lebenslabor.

    Andrea Vuilliomenet

    Ecole Eden, Geneva

    Andrea schloss den Studiengang Zweisprachiger Unterricht an der Universidad de las Américas, Mexiko, mit einem B. A. ab und war fast 25 Jahre lang am Colegio Eton, einer zweisprachigen Schule in Mexiko-Stadt, als Erzieherin der Kindergartenklasse tätig. Während dieser Zeit befasste sich Andrea intensiv mit dem Projektansatz und sammelte dazu praktische Erfahrungen. So war sie später in der Lage an Institutionen wie der Nationalen Vereinigung für die Erziehung von Kleinkindern Vorträge und Workshops zu den Vorteilen dieses pädagogischen Ansatzes sowie seiner praktischen Umsetzung im Unterricht anzubieten. 2013 erhielt Andrea ein Stipendium der Bowyer Foundation für eine Weiterbildung im Rahmen der „Future of Learning“-Kurse der Harvard Graduate School of Education.

    Heute ist Andrea an der École Eden in Genf tätig, wo sie den englischen Bereich der Schule leitet und die Umsetzung des Projektansatzes koordiniert. Als proaktive und enthusiastische Pädagogin mit hervorragender Arbeitseinstellung setzt sich Andrea für ein positives Lernumfeld ein, das vielfältige und relevante Lernerfahrungen ermöglicht. Durch die Anwendung angemessener Methoden für den jeweiligen Entwicklungsstand wird der Lehr- und Lernprozess für alle Schüler verbessert.